Beziehungsverhalten

Unser Beziehungsverhalten prägt unsere Beziehung zu unserem Partner.
Doch welches Beziehungsverhalten ist erforderlich, um die gemeinsame Beziehung auf ein tragendes Fundament zu stellen? Welches Beziehungsverhalten behindert oder verhindert hingegen eine tragende Beziehung in Deiner Partnerschaft oder Ehe?

Ich möchte an dieser Stelle einen Paarberater, den meine Frau und ich genutzt haben, zitieren. Dieser sagte in einer Sitzung:

Eine Partnerschaft (Ehe*) ist das beste Nachreifungsinstitut.

Hierbei handelt es sich um eine klare Ansage. Sich in eine Partnerschaft oder Ehe zu begeben, bringt mit sich, nachreifen zu wollen oder auch zu müssen.

Erfahre in diesem Artikel, welches Beziehungsverhalten und welche Kompetenzen Deiner Beziehung in Partnerschaft oder Ehe zuträglich sind. Lies auch, welches Verhalten Du vermeiden bzw. nicht tolerieren solltest.

Notwendiges Beziehungsverhalten

Klare Haltungen – Werte entwickeln – Werte überprüfen – Prioritäten verschieben

Für Deine Partnerschaft und Ehe ist es wichtig, dass Du Werte für Dich formuliert hast. Denn Werte geben versetzen uns in die Lage, zielgerichtet zu handeln. und diese stetig im Austausch mit Deinem Partner auf ihre Tauglichkeit überprüfst.

Ist es für Dich zum Beispiel wichtig, den wesentlichen Teil Eures gemeinsamen Einkommens zu erarbeiten, ist dies ein Wert für Dich. Führt die Umsetzung Deines Unterfangens allerdings dazu, dass Du kaum noch Zeit für Deine Beziehung erübrigen kannst oder willst, wird dies eventuell zu Schwierigkeiten mit Deinem Partner führen. Ist es Deinem Partner wichtig, Zeit miteinander zu verbringen, kollidiert sein Wert mit Deinem.

Entwicklungsbereitschaft – Flexibilität

Deine Bereitschaft und die Deines Partners, die eigenen Werte zu hinterfragen und im gemeinsamen Austausch eventuell Verschiebungen Eurer Prioritäten vorzunehmen, ist elementar wichtig für Eure Beziehung, die ihr nur dann entwickeln könnt.

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Erwachsen sein – Erwachsen werden – Verantwortungsübernahme

Erwachsen zu sein oder zu werden und Verantwortung zu übernehmen ist eine Grundvorraussetzung für eine Beziehung* auf Augenhöhe. Niemand, weder Du als Frau oder Du als Mann, sollte in andere Rollen (z.B. Mutter oder Vater) als die des Partners gedrängt werden.

Bist Du teilweise nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen, mußt Du dazu bereit sein, daran zu arbeiten und Dir die Kompetenz, Verantwortung zu übernehmen, erarbeiten.

Das bedeutet zum Beispiel auch, wenn ihr Kinder habt, dass Du Dich an der Erziehung* beteiligt. Das setzt natürlich voraus, dass Dein Partner Dich Deine Verantwortung diesbezüglich übernehmen läßt und Du zu 100% Kinder* mit Deinem Partner möchtest.

Spätestens wenn ihr zzusammenzieht solltest Du zu mindestens 50% Verantwortung für Euren Haushalt übernehemen. Dies bezieht sich auf Eure Finanzen und die Alltagsbewältigung.

Das bedeutet auch, dass Du Dich bei Schwierigkeiten, die Du selbst nicht lösen kannst, aktiv um externe Unterstützung bemühst.

Gründe für Unterstützung können sein (Auszug):

  • Überlastung (Privat oder Beruflich)
  • Beziehungsprobleme mit Deinen Eltern
  • Sucht (Alkohol, Drogen, Tabletten, Spielsucht etc.)
  • Schulden
  • Gewaltverhalten

Kommunikationsbereitschaft – Kommunikationsfähigkeit

Es liegt auf der Hand, dass es ohne Kommunikation keine Beziehung geben kann.

Ohne Deine Bereitschaft, mit Deinem Partner zu kommunizieren*, wird Deine Beziehung in Deiner Partnerschaft oder Ehe recht bald stagnieren. Die Folge können Beziehungsprobleme, Beziehungskrisen und auch eine Trennung sein.

Bist Du zur Kommunikation* bereit, ist es wichtig, dass Du auch fähig bist zu kommunizieren sowie Deine Fähigkeiten diesbezüglich weiter zu entwickeln.

Welches Beziehungsverhalten vermisst Du bei Deinem Partner am meisten? (Max. 3 Antworten)

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Beziehungsverhalten und Kompetenzen

Eigene Gefühle merken, leben und ausdrücken

Über unsere Gefühle erleben wir Kontakt mit unseren Mitmenschen. Ohne Zugang zu Deinen eigenen Gefühlen kannst Du nicht aktiv den Kontakt in Deiner Partnerschaft oder Ehe gestalten. Dies gilt insbesondere auch für unangenehme Gefühle.

Es ist also wichtig, dass Du Gefühle, auch die unangenehmen, bei Dir merkst und diese nicht beseitigst. Vielmehr ist notwendig, dass Du diese lebst und Deinem Partner zeigst und/oder mitteilst.

Gefühle erkennen, Gefühle nicht diskutieren

Auf der anderen ist es notwendig, dass Du in der Lage bist, die Gefühle Deines Partners anzuerkennen. Dazu gehört, dass Du diese nicht diskutiert, um sie beiseite zu schieben. Damit würdest Du Kontakt vermeiden.

Da eine Beziehung in Deiner Partnerschaft oder Ehe nur mit Kontakt funktionieren kann, mußt Du die Gefühle Deines Partners auch merken können.

Selbstreflexion

Leider kann es vorkommen, dass unser Partner nicht immer mit unserem Handeln oder unseren Aussagen einverstanden ist. Aus seiner Unzufriedenheit heraus wird Dein Partner Dich ziemlich sicher irgendwann auch einmal kritisieren.

Dann solltest Du Dich selbst reflektieren können, überprüfen können, ob die Kritik Deines Partners eine Grundlage hat. In der Folge solltest Du für Dich die Frage beantworten, ob Du eine Änderung herbei führen kannst und ggf. damit beginnen.

Wenn Du eine Änderung nicht selbst herbeiführen kannst, lies den Abschnitt Erwachsensein!

Mit Geld umgehen

Bei Geld hört die Freundschaft bekannter Maßen schnell auf. Dies gilt auch für Deine Beziehung.

Ist es für Dich wichtig, mit Geld gewissenhaft umzugehen und deshalb zum Beispiel die Aufnahme von Krediten zu vermeiden, ist dies ein Wert, den Du vielleicht aus den Normen Deiner Eltern entwickelt hast. Entspricht Dein Partner diesem Wert nicht, kauft vermehrt Sachen auf Pump, vielleicht auch mit dem Geld Eures gemeinsamen Kontos, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass Dein Partner nicht mit Geld umgehen kann.

Wenn Du derart Geld ausgibst, kannst Du Deinerseits offenbar mit Geld nicht umgehen.

Für eine stabile Partnerschaft oder Ehe ist Deine Säule der Finanzen und die Deines Partners grundlegend stabil zu halten.

No Go’s beim Beziehungsverhalten

Mangelnde Absprachen

Nicht alles ist innerhalb Deiner Beziehung in Partnerschaft* oder Ehe absprachewürdig. Dennoch sind einsame Entscheidungen bei wichtigen Fragestellungen unbedingt zu vermeiden.

Beleidigen, Beschimpfen, Abwerten

Den Partner wiederholt zu beleidigen, zu beschimpfen und abzuwerten ist ein absolutes No Go in Deiner Partnerschaft oder Ehe. Dieses Verhalten erzeugt unangenehme Gefühle und beeinträchtigt die Lebensqualität Deines Partners nachhaltig.

Lügen

Vermeide unbedingt, Deinem Partner Unwahrheiten zu erzählen oder ihn anzulügen!

Mache es Dir leichter, nicht zu lügen, indem Du Deine Handlungen im Vorfeld gründlich überdenkst und Dich fragst, wie Deine Handlungen auf Deinen Partner wirken (könnten).

Fremdgehen

Fremdgehen ist eine der Handlungen, die gar nicht gehen. Obwohl es heute viele Angebote gibt, die im besonderen auch Verheiratete zum Fremdgehen verleiten wollen oder gerade deshalb, lass es. Du schadest Deinem Partner massiv und damit auch Dir selbst.

Fazit

Eine Beziehung in Partnerschaft oder Ehe zu entwickeln und zu pflegen braucht in erster Linie Deine Zeit und Deine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Sehr wichtig ist, dass Du bereit bist, an Dir selbst zu arbeiten und Dich selbst weiter zu entwickeln.

Und Fremdgehen ist überhaupt keine Option!

Über Michael Ueberschaer

Ich bin Michael Ueberschaer. Ich blogge zu den Themen Beziehung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Häusliche Gewalt und Kommunikation. Bis jetzt habe ich 55 Artikel veröffentlicht, wobei Häusliche Gewalt noch im Vordergrund steht. Zu den Themen Beziehung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Häusliche Gewalt und Kommunikation findest Du bereits Leitsartikel im oberen Menü.  

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