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Partner verweigert Kommunikation

Partner verweigert die Kommunikation - Gender Hinweis

Wenn Dein Partner die Kommunikation mit Dir verweigert, ist es wichtig, dass du bei Dir bleibst. Auf das Verhalten unseres Partners haben wir keinen direkten Einfluß. Wir können nur unser eigenes Verhalten direkt verändern.

Erschwerend kommt hinzu, dass Dein Partner unter unterschiedlichsten Bedingungen die Kommunikation verweigern kann.

In diesem Artikel gehe ich auf einige Rahmenbedingungen ein und zeige Möglichkeiten Deines Verhaltens auf.

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Nicht kommunizieren geht nicht?

Es wird immer und immer wieder heran gezogen; das Kommunikationsmodell von Watzlawick. Wenn Du meinen Artikel gelesen hast, dann weißt Du nicht nur, dass ich von der Behauptung nichts halte, sondern Du hast vielleicht bereits eine Ahnung, dass sie Dir bei Deiner Kommunikation mit Deinem Partner keine Hilfe sein wird.

Verweigert Dein Partner die Kommunikation, also spricht er überhaupt nicht mit Dir, dann teilt er Dir überhaupt nichts mit. Lass Dir auf keinen Fall etwas anderes einreden!

Meinungsverschiedenheiten und Verweigerung der Kommunikation

Meinungsverschiedenheiten können sich bezüglich der unterschiedlichsten Fragestellungen zwischen Deinem Partner und Dir einstellen.

Manchmal ist der Anlass für Meinungsverschiedenheiten recht banal; zum Beispiel ein gemeinsam geschauter Film oder ein Beitrag im Fernsehen. War der Film gut oder schlecht? Ist die Kernaussage des Beitrags richtig oder falsch?

Auch verschiedene Musikgeschmäcker können Reibungen verursachen. Wenn Dein Partner Deine Lieblingsband gar nicht gut findet oder umgekehrt, kann sich daraus eine problematisch verlaufende Diskussion entwickeln.

Egal worüber ihr anfangs gesprochen habt, kann sich am Ende ein ganz anderes Thema in den Vordergrund schieben. Meinungsverschiedenheiten haben immer, wirklich immer eines gemeinsam. Sie verursachen auf beiden Seiten unangenehme Gefühle.

Meistens entsteht nach Meinungsverschiedenheiten eine Gemengelage von Gefühlen. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ist die Gemeinsamkeit in Deiner Beziehung punktuell weg. Das macht selbstverständlich keinen Spass; das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Das kann Dich und Deinen Partner einsam, verwirrt, traurig oder ratlos zurücklassen.

Konflikte und Dein Partner verweigert die Kommunikation

Konflikte sind keine Meinungsverschiedenheiten. Sie entstehen zwischen Dir und Deinem Partner, wenn sich Eure momentanen Interessen nicht decken und mindestens eine Seite die eigenen Bedarfe klar und deutlich formuliert.

Obwohl sich Konflikte nicht ohne funktionierende Kommunikation beilegen lassen, wählen viele Mitmenschen in solchen Phasen den Rückzug als vorübergehende oder dauerhafte Strategie.

Selbstverständlich erzeugen Konflikte ebenfalls unangenehme Gefühle, mit den bereits weiter oben bezogen auf Meinungsverschiedenheiten dargelegten Folgen. Doch eines sollte Dir klar sein.

Nicht jeder Konflikt läßt sich im Sinne eines Kompromisses klären. Manchmal müssen wir innerhalb unserer Partnerschaft oder Ehe auch zurück treten, allerdings sollte dann später ein entsprechender Ausgleich stattfinden. Und manchmal ist es notwendig, dass beide Seiten in sich gehen und sich ordnen, herausbekommen, welche Gefühle eine Rolle spielen, um diese dann konkreter formulieren zu können.

Ohne Kommunikation können wir allerdings auch hierfür keine Verständigung erreichen.

Beziehungsprobleme und keine Kommunikation mehr

Sind aus Konflikten dauerhafte, nennenswerte Beziehungsprobleme entstanden, ist die Verweigerung der Kommunikation kein probates Mittel mehr, um diese gemeinsam zu bearbeiten.

Umso schwerwiegender ist dann, wenn unser Partner uns die Kommunikation verweigert. Fatal ist, dass diverse Beziehungsprobleme aufgrund mangelhafter Kommunikation entstehen können. Bei solchen Beziehungsproblemen kann ein Kreislauf entstehen. Mangelnde Kommunikation verursacht Probleme, über die dann noch seltener und unpräziser miteinander gesprochen wird.

Gefühle wie Ohnmacht, Hilflosigkeit, Ratlosigkeit, Einsamkeit, Verzweiflung gehen nicht weg. Nur wenn sie Raum bekommen, können sie sich entfalten, später weniger werden und dann verschwinden. Dafür sind Gespräche ein probates Mittel; manchmal am besten mit unserem Partner. Manchmal sind freunde oder professionelle Berater die bessere Wahl.

Beziehungskrise und Dein Partner verweigert die Kommunikation

Eine Beziehungskrise entsteht, wenn Beziehungsprobleme die Lebensqualität einer oder beider Seiten dauerhaft beeinträchtig. Dann rückt eine Trennung als letzte Option zunehmend in den Vordergrund.

Mangelnde Kommunikation zeichnet sich dann durch zweierlei aus:

  • Keine Kommunikation oder minimale Kommunikation zur Alltagsbewältigung
  • Kommunikation ohne Verständigung über Gefühle, bedarfe und Grenzen

Die Folge ist dann massive Kontaktlosigkeit. Der Kontakt zwischen Dir und Deinem Partner wird sehr dünn, die Bindung zwischen Euch wird brüchig. Die Säule Soziale Kontakte trägt Deine oder Eure Identität nicht mehr und wirkt sich demzufolge krisenhaft auf Eure Identität aus.

Gründe, warum Dein Partner eventuell die Kommunikation verweigert

Eines muss ich vorweg sagen. Bei diesem Abschnitt handelt es sich um rein spekulative Ansätze. Grundsätzlich ist die Beschäftigung mit dem Gegenüber nicht empfehlenswert. Denn sie hindert uns wie andere Techniken daran, bei uns zu bleiben.

Mannsein in Gefahr

Halten Männer ihr Mannsein für gefährdet, ist eine mögliche Verhaltensweise, Gespräche zu vermeiden. Dein Partner verweigert dann eventuell lieber die Kommunikation anstatt sein Mannsein einer weiteren Bedrohung auszusetzen.

Frausein in Gefahr

Sehen Frauen ihr Frausein gefährdet, weil sie zum Beispiel befürchten, in Gesprächen ärgerlich zu werden, aus der Haut zu fahren, werden sie gegebenenfalls das miteinander reden verweigern.

Ablehnung der eigenen Person

Wenn Dein Partner den Eindruck gewonnen hast, von Dir als Person abgelehnt zu werden, kann er für sich daraus ableiten, Gespräche sein sinnlos. Dabei kann eine Rolle spielen, dass Dein Partner sich selbst momentan abwertet und sich als Person in Frage stellt.

Gefühle wie Scham, Überforderung oder Ohnmacht

Sind wir mit Scham konfrontiert, aufgrund unseres Verhaltens beispielsweise, kann dies uns daran hindern, Gespräche zu führen. Dies gilt insbesondere für Männer. Auch Überforderung oder Ohnmacht sind Gefühle, mit denen Männer selten offen umgehen. Nicht zu reden erscheint dann manchmal als einzige Option, weil Männer dann Ärger und Wut produzieren.

Angst vor weiteren Verletzungen

Ist die Angst, dass Ihr Euch in weiteren Gesprächen erneut verletzten würdet, gross und berechtigt, ist es subjektiv vielleicht besser, nichts zu sagen und Gespräche zu vermeiden.

Kommunikation verbessern

Es ist also dringend geboten, die eigenen Kommunikationsfähigkeiten rechtzeitig zu verbessern. Denn dann kann es Dir und Deinem Partner gelingen, Euch bereits bei Meinungsverschiedenheiten oder Konflikten zu verständigen. Dabei sollte im Vordergrund stehen, eigenen Gefühlen Raum zu geben, dadurch eigene Befarfe und Grenzen zu erkennen und dem Anderen in Gesprächen erfolgreich zu vermitteln.

Rechtzeitig bedeutet, sich dem eigenen Kommunikationsverhalten nicht erst in Krisenzeiten zuzuwenden. Nur wenn wir uns in entspannten Zeiten darauf besinnen, klarer kommunizieren zu lernen, werden wir in schwierigen Phasen gewappnet sein.

Wenn Dein Partner die Kommunikation verweigert, bist Du besonders gefordert klar zu formulieren, was sein Verhalten bei Dir auslöst.

Da das vornehmliche Gefühl bei Dir Ohnmacht sein wird, bist Du sehr verleitet, zu spekulieren. Dies solltest Du Deinem Partner möglichst vermitteln. Höre in Dich hinein und merke Deine Gefühle, die sich aufgrund der Verweigerungshaltung Deines Partners einstellen.

Eure Partner verweigern die Kommunikation

Die Kommunikation zu verweigern kann für Euren Partner aus persönlichen Gründen sinnvoll sein. Für Euch hingegen bedeutet die mangelnde Kommunikation eine Menge an unangenehmen Gefühlen und die Versuchung, über die Motive Eures Partners zu spekulieren.

Kontaktangebote mithilfe der Selbstoffenbarung sind dann sinnvoll. Indes ist damit nicht automatisch verbunden, dass Eurer Partner Eurer Angebot annimmt.

Verweigert Euer Partner momentan die Kommunikation? Wie geht es Euch damit? Habt Ihr bereits über Euer Befinden gesprochen?

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