PC – Personal Computer – Desktop Computer

Ich habe bereits erwähnt, dass ich meinen ersten PC im Alter von gut 30 Jahren erworben habe. Obwohl ich keine Ahnung von Software und Hardware hatte, konnte ich am Ende meiner Lernkurve mit PHP programmieren und Webseiten damit interaktiv gestalten.

Warum erzähle ich das? Es zeigt, dass die Behauptung falsch ist, Kinder müssten so früh wie möglich an digitale Medien heran geführt werden.

Eine Heranführung kann und darf also tatsächlich altersgerecht erfolgen.

In diesem 3. Artikel meiner Artikelserie zu digitalen Medien befasse ich mich mit dem PC, Personal Computer oder Desktop Compter. Ich gehe der Frage nach, wann Kindern altersgerecht mit dem PC Erfahrungen zugestanden werden sollten.

PC – ein Auslaufmodell?

Der PC wird nicht mehr so oft verkauft, weil es inzwischen Konkurrenzprodukte wie das Tablet oder das Notebook gibt. Im zweiten Quartal 2020 gab es aufgrund der aktuellen Situation offenbar Zuwächse.

Der PC ist die einzige Hardware, die so modular aufgebaut ist, dass sämtliche wichtigen Komponenten bei Defekt ausgetauscht werden können. Das spricht eindeutig für den Kauf eines PC’s.

Der PC als Allrounder

Mit dem Computer ist eine Menge möglich (Auszug):

  • Briefe schreiben und ausdrucken
  • Briefe schreiben und als PDF speichern
  • Daten jeglicher Art verwalten
  • Emails schreiben und empfangen
  • Zugang zu Internetseiten
  • Zugang zu Youtube, Netflix, Spotify, Amazon, Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram, Pinterest und mehr
  • Bildbearbeitung
  • Videobearbeitung
  • Spiele spielen, lokal oder online

Auch diese vielfachen Anwendungsmöglichkeiten sprechen für den Kauf eines PC’s. Gegen den Kauf spricht, dass zusätzlich ein Monitor, Tastatur und Maus angeschafft werden müssen.

Dein Computer – Zugang für Deine Kinder

Obwohl der Computer nicht mobil genutzt werden kann, hast Du als Mutter oder Vater vielleicht einen PC und nutzt diesen.

Kinder sind neugierig und möchten entsprechend alles entdecken, was für sie neu ist.

Es stellt sich also die Frage, ob Du bei Deinen Aktivitäten am PC zuläßt, dass Deine Kinder* mitbekommen, was Du am Computer machst.

Eines sollte klar sein. Wenn Du im Internet Webseiten besuchst oder auf Youtube oder anderen Plattformen unterwegs bist, sollte dies nicht in Anwesenheit Deiner Kinder stattfinden.

Solange sie unter 12 Jahre alt sind, ist das Internet aufgrund seiner Abstraktheit mit seinen Inhalten und Plattformen nicht nur für Kinder nicht geeignet, sondern schlichtweg gefährlich.

Dies gilt natürlich im besonderen Maße auch, wenn Du Spiele am Computer spielst. Spiele am Computer sind abstrakte Inhalte, mit denen Kinder nicht nur aufgrund der Altersbeschränkungen erst konfrontiert werden sollten, wenn sie selbst abstrahieren können.

Wenn Du einen Text in einem Office-Programm verfasst oder emails schreibst oder liest, sind die Inhalte zwar grundsätzlich eher unproblematisch, allerdings ist es nicht besonders sinnvoll, dass Kinder sich mit Belangen der Erwachsenenwelt beschäftigen (müssen).

Natürlich gibt es auch Anbieter, die für Kinder das sichere Verschicken von emails anbieten. Wo eine vermeintliche Marktlücke entsteht, wird diese schnell geschlossen. Damit kann der Eindruck entstehen, dass es normal ist, wenn Kinder emails verschicken und empfangen. Doch Kinder sollten sich gegenseitig besuchen und aktiv sein und ihre sozialen Kontakte nicht per Computer pflegen dürfen oder müssen.

Eines muss klar sein. Je eher Du Deinen Sohn oder Deine Tochter (allein) an den Computer läßt, desto eher wird er oder sie eventuell einen Eigenen im eigenen Zimmer stehen haben wollen.

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PC im Kinderzimmer

Vor 12 Jahren sollte also ein Computer im Kinderzimmer tabu sein. Und auch dann stellt sich die Frage, welche Art von Anwendungen Dein Sohn oder Deine Tochter am Computer* nutzen möchte.

Ein Zugang zum Internet ohne Aufsicht sollte ebenfalls tabu sein. Wenn es auch genug Ratgeberseiten im Netz gibt, die eine Nutzung schon vor dem 12. Lebensjahr, sagen wir mal, nicht ausschließen, sollte ein Computer im Kinderzimmer nicht ohne weiteres zur Verfügung gestellt werden.

Besonders wenn es sich um spezielle Computer handelt, die ausdrücklich auf das Spielen von Spielen ausgelegt sind, sollte klar sein, welche Schwierigkeiten sich insbesondere dann ergeben können, wenn Dein Sohn ein solches Gerät haben möchte. Ein sogenannter Gaming-PC verfügt über zweierlei:

  • eine Grafikkarte mit viel Arbeitsspeicher, mindestens 6 Gigabyte
  • einen schnellen Prozessor, Intel Core mit 4 Kernen, eher 8 Kernen mit 2700 MHz aufwärts, oder ähnlichen Prozessor von AMD

Dann nämlich geht es um Spiele, die sehr rechenintensiv sind und insbesondere durch ihre sehr realistischen Grafiken faszinieren.

Genau diese Spiele sind allerdings in der Mehrheit erst für 16-Jährige und Ältere geeignet.

Interessiert sich Dein Kind für Audiobearbeitung, Bildbearbeitung, Videoschnitt oder sogar Programmierung und kannst Du sicher sein, dass dies den Wunsch nach einem PC antreibt, kannst Du Deinen Sohn oder Deine Tochter ggf. an Deinem PC oder Notebook an die Anwendungsgebiete heran führen.

Eigener PC – Deine Handhabung

Mich würde interessieren, wie Du den Zugang zu einem PC für Dein Kind handhabst.

Verfügt Dein Sohn oder Deine Tochter über einen eigenen PC?

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Fazit

Am Computer lassen sich tatsächlich Anwendungen nutzen, die später innerhalb der beruflichen Tätigkeit eine Rolle spielen werden. Dazu gehören natürlich mindestens die gängigen Office-Anwendungen, also Programme für Büro und Verwaltung. Außerdem sollte man später mindestens Dateien und Ordner anlegen, öffnen, verschieben und löschen können. Insofern ist der PC sowie Notebooks und ähnliche Geräte etwas anders zu betrachten als Spielkonsolen oder Tablets.

Ich habe allerdings eingangs schon darauf hingewiesen. Die grundlegenden Fertigkeiten, die im Berufsleben* wichtig sind, lassen sich ohne weiteres ab dem 12. Lebensjahr erwerben. Dies gilt im übrigen auch für die Nutzung eines Browsers.

Umso fataler sind Interviews, wie Dieses von einem sogenannten Medienwissenschaftler, dem ich mich einem weiteren Artikel leider noch im Detail zuwenden muss, denn die gemachten Aussagen sind teilweise fahrlässig bis hahnebüchen.

Über Michael Ueberschaer

Ich bin Michael Ueberschaer. Ich blogge zu den Themen Beziehung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Häusliche Gewalt und Kommunikation. Bis jetzt habe ich 55 Artikel veröffentlicht, wobei Häusliche Gewalt noch im Vordergrund steht. Zu den Themen Beziehung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Häusliche Gewalt und Kommunikation findest Du bereits Leitsartikel im oberen Menü.  

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