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Stoppt das Töten von Frauen

Stoppt das Töten von Frauen ist eine Petiton auf ‚Change.org‘. Sie sucht nach Unterstützung. Die Petition fordert Maßnahmen gegen das Töten von Frauen, also gegen häusliche Gewalt ein.

Kaum Unterstützung für Petition

Die Petition ist schon seit Monaten aktiv. Dennoch haben erst gute 82000 Mitmenschen (Stand 24.05.2020) für eine Unterstützung gezeichnet. Wie kann das sein?

Das Kampagnenvideo auf Youtube verzeichnet keine 1000 Aufrufe. Es kann nur 6 Daumen hoch und 4 runter verzeichnen. Wie kann das sein?

Warum erhält ein derart gesamtgesellschaftlich relevantes Unterfangen so wenig Unterstützung?. Auch deshalb habe ich begonnen, ein Sachbuch zum Thema Häusliche Gewalt zu schreiben.

Häusliche Gewalt setzt das Gewaltverhalten eines Täters voraus. Laut Petition haben im Jahr 2020 bereits mehr als 77 (Update 03.07.2020: 103 Männer) Männer ihre Partnerinnen oder Ehefrauen getötet. Also ist jeden 2. Tag ein Mädchen oder eine Frau zu Tode gekommen.

Das ist entsetzlich!

Mangelnde Umsetzung der Istanbul-Konvention

Stoppt das Töten von Frauen ist eine Aufforderung an Ministerin Dr. Giffey. Diese ist Bundesministerin für Frauen. Diese Forderung bezieht sich auf die Instanbul-Konvention. Diese ist scheinbar seit 1.02.2018 in Kraft gesetzt.
Die mit ihr eigehenden Maßnahmen sind danach keinesfalls umgesetzt.

Umgangsrecht

Eine der höchst brisanten Fragestellungen ist, wie bei Gewaltverhalten eines Täters mit dem Umgangsrecht umzugehen ist. Hier stehen sich Auffassungen gegenüber, die schwer miteinander vereinbar sind. Grundsätzlich hält die Konvention fest, dass das Gewaltverhalten eines Täters bei der Entscheidung für oder gegen ein Umgangsrecht* mit Kindern berücksichtigt werden muss.

Es wird allerdings bezweifelt, dass sämtliche Familiengrichte in Deutschland diese Vorgaben umsetzen.

Berechtigte Forderungen

Auf der Seite Stand der Aktions- und Maßnahmenpläne gegen Gewalt gegen Frauen in den Bundesländern läßt sich anhand des zur Verfügung gestellten PDF’s feststellen, dass die Umsetzung der Instanbul-Konvention in Deutschland ein Flickenteppich ist. Insofern sind die Forderungen der Petition nicht nur berechtigt, sondern zeigen wie es um den institutionellen Umgang mit Häuslicher Gewalt in Deutschland bestellt ist.

Mein Buch muss sich scheinbar auch mit diesem Umstand beschäftigen.

Post Author: Michael Ueberschaer

Diplom Sozialpädagoge (Uni)
Gewaltberater (GHM)
Gewaltpädagoge (GHM)

Erfahrungen in der Begleitung von Jugendlichen, psychisch erkrankten Menschen, der Beratung von Tätern und Täterinnen, der Einzelberatung und in der Paarberatung.
Unsere Beziehungsgestaltung zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen beeinflußt unsere Lebensqualität.

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