Häusliche Gewalt müssen die Täter beenden

Einführung in das Thema

7 Artikel

Willkommen zur Artikelserie Häusliche Gewalt müssen die Täter beenden.

Hier findest Du Aspekte, die Du bedenken solltest, wenn Du Dein Gewaltverhalten beenden möchtest.

Hier stelle ich das Thema und mich vor

Für einen kurzen Einstieg in das Thema

Hier findest Du weitere Artikel zum Thema

Michael Ueberschaer

Michael Ueberschaer

Gewaltberater und Blogger für Beziehungen ohne Gewalt

Mein Name ist Michael Ueberschaer.

Ich kann eines versprechen.

Gewaltverhalten ist nicht angeboren. Jeder Täter kann sein Gewaltverhalten beenden und damit eine Beziehung ohne Häusliche Gewalt führen.

Wer glaubt, es handele sich bei seinem tätlichen Übergriff um einen Ausrutscher oder seine Partnerin oder Ehefrau sei verantwortlich, der liegt extrem daneben.

Warten ist keine gute Idee. Denn mit jeder Woche, die ungenutzt verstreicht, wird die Übernahme der eigenen Verantwortung schwieriger.

Wenn Du die folgende Artikelserie liest, bist Du als Täter oder am Thema interessierter Mitmensch ein wenig mehr aufgeklärt. Vielleicht beginnst Du dann, als Täter über Deine Verantwortung nachzudenken oder hast einen anderen Blick auf Täter, die häusliche Gewalt verursachen.

1. Eine Herausforderung für schlagende Männer

Weitläufige Auffassung ist, dass die meisten bis alle Täter ihr Gewaltverhalten nicht beenden wollen. Das ist nachvollziehbar. Denn nur wenige Täter beenden ihr Gewaltverhalten tatsächlich.

Und dennoch trügt der Schein. Täter sind unter dauerhafter Anspannung und deshalb laufen sie Gefahr, erneut zuzuschlagen. Die Frequenz und Heftigkeit ihrer Übergriffe nimmt dabei ab oder nimmt zu.

Im Artikel Häusliche Gewalt beenden – Eine Herausforderung für schlagende Männer gebe ich einen Überblick über relevante Aspekte für das Beenden von häuslicher Gewalt.

Häusliche Gewalt beenden – Eine Herausforderung für schlagende Männer

Eine Herausforderung für schlagende Männer

2. Entscheidungen in der Kindheit

Wir alle treffen Entscheidungen in unserer Kindheit. Eine davon führt uns entweder in die Isolation oder die Konfluenz. Andere Entscheidungen bestimmen im weiteren Verlauf unseres Lebens unseren Umgang mit unseren Gefühlen.

Männer, die zuschlagen, perfektionieren ihre Abwehr uangenehmer Gefühle dahingend, dass sie schließlich ihre Ohnmacht wegprügeln.

Im Artikel Entscheidungen in der Kindheit gebe ich Hinweise darauf, warum sich Jungen gegen Gefühle, die sie mit Weiblichkeit verbinden, entscheiden.

Entscheidungen in der Kindheit

Entscheidungen in der Kindheit

3. Was darf ein Mann und was nicht?

Täter konstruieren sich ein Bild vom Mannsein. Dieses Bild bauen sie sich auf dem Hintergrund ihrer Entscheidungen in der Kindheit. Ihr Bild vom Mannsein beinhaltet mehr oder weniger rigoros auch die Abwehr aller Weiblichkeit.

Je zementierter ihr Bild vom eigenen Mannsein ist desto weniger Handlungsoptionen haben sie als Mann.

Im Artikel Was darf ich als Mann und was nicht? gebe ich einen Einblick in die Handlungsoptionen von Tätern.

Was darf ich als Mann

Was darf ein Mann?

4. Was muss ich als Mann vermeintlich tun?

Für Männer und Täter im besonderen ist Kontrolle ein entscheidendes Gut. Entsprechend werden vor allem Täter alles daran setzen, Kontrolle zu erhalten oder wieder zu erlangen.

Für ihr Verhalten in der Öffentlichkeit bedeutet dies, uangenehme Gefühle nicht zu zeigen und auch nicht mitzuteilen. Mit ihrer Ohnmacht, Hilflosigkeit oder Verzweiflung können sie fortan keinen Kontakt zu ihren Partnerinnen herstellen. Ihre Möglichkeiten zur Beziehungsgestaltung schränken sie somit selbst ein.

Im Artikel Was muss ich als Mann vermeintlich tun? zeige ich, wie sehr Täter sich selbst unter Druck setzen..

Was muss ich als Mann vermeintlich tun

Als Mann ist Kontrollverlust zu vermeiden

5. Welche Gefühle darf ich haben?

Gefühle sind Teil unserer Erlebniswelt. Anhand unserer Gefühle stellen wir Kontakt innerhalb unserer Partnerschaft, Ehe und Familie her. Täter beschränken ihren Zugriff auf ihre eigenen Gefühle.

Im Alltag werden sie oft als unauffällig wahrgenommen. In der Öffentlichkeit treten sich oft freundlich und hilfsbereit auf.

Im Artikel Welche Gefühle darf ich haben? verdeutliche ich, wie sehr Täter sich selbst behindern.

Welche Gefühle darf ich haben

Täter können viele Gefühle für sich nicht mehr nutzen

6. Verbotene Gefühle

Der Mär von positiven und negativen Gefühlen sind Täter komplett aufgesessen. Ihre Entscheidungen gegen unangenehme Gefühle bekommen durch den gesellschaftlichem Umgang zusätzliche Nahrung.

Vornehmlich Ärger kann einen Hinweis darauf geben, dass bei Tätern (auch bei Männern) einen Hinweis darauf geben, dass sie mit anderen, sehr unangenehmen Gefühlen zu tun haben.

Im Artikel Verbotene Gefühle gehe ich auf Problematik verbotener Gefühle ein.

Verbotene Gefühle - Häusliche Gewalt beenden

Entscheidungen in der Kindheit

7. Ist aggressives Verhalten erlaubt?

Viele glauben, dass aggressives Verhalten der Vorläufer von Häuslicher Gewalt ist. Auch Täter gehen deshalb davon aus, dass sie nur aggressives Verhalten vermeiden müssen, damit sie nicht mehr zuschlagen.

Und dennoch trügt der Schein. Täter sind unter dauerhafter Anspannung und deshalb laufen sie Gefahr, erneut zuzuschlagen. Die Frequenz und Heftigkeit ihrer Übergriffe nimmt dabei ab oder nimmt zu.

Im Artikel Ist aggressives Verhalten erlaubt? erläutere ich, warum der Verzicht auf aggressives Verhalten Tätern nicht geraten werden sollte .

Ist aggressives Verhalten erlaubt

Entscheidungen in der Kindheit