Was braucht Dein Kind? Ein Leitfaden

Dein Kind braucht vor allem Liebe. Ok, das ist eine Binsenweisheit. Das sollte klar sein. Doch in der Gesellschaft werden die Forderung und Förderung von Kindern inzwischen inflationär gefordert.

Ich habe bereits die Veränderungen rund um Erziehung zusammen gefaßt.

Für Dich als Mutter oder Vater beinhalten diese Veränderungen einen Kernaspekt. Die Entwicklung Deiner Tochter oder Deines Sohnes hängt nämlich angeblich am seidenen Faden. Dies ist nicht der Fall. Für die Entwicklung Deiner Tochter oder Deines Sohnes ist weniger notwendig als oft behauptet. Im folgenden erfährst Du, was Dein Kind von Dir und/oder Deinem Partner braucht und was es nicht braucht.

Die Phase der Schwangerschaft lasse ich aus, da sie nicht in mein Fachgebiet fällt. Klar sollte sein, dass Du als Mutter Stress vermeiden solltest, nicht rauchen, keinen Alkohol und keine Medikamente zu Dir nehmen darfst.

Meine Einteilung nach Alter ist nicht statisch. Je nach Entwicklungsfortschritt können die Notwendigkeiten auch früher oder etwas später entstehen.

Je weiter oben die Listenelemente stehen desto mehr bist Du als Mutter oder Vater verantwortlich.

Kinder 0 – 2 Jahre

Dein Kind braucht:

  • Ernährung durch Stillen, Brei (gerne selbst gemacht)
  • Ernährung ab 1 Jahre umstellen
  • Fürsorge
  • Aufmerksamkeit
  • Körperliche Nähe durch Mutter und Vater
  • Regelmäßie Ansprache (keine Babysprache)

Dein Kind braucht nicht:

  • Erziehung
  • Behandlung wie Erwachsener
  • Abgelenkte Eltern
  • Zigarettenrauch
  • Alkoholisierte Eltern
  • Drogen konsumierende Eltern
  • Bildschirmmedien
  • Gewalt

Kinder 2 – 6 Jahre

Dein Kind

braucht:

  • Ernährung
  • Fürsorge
  • Aufmerksamkeit
  • Körperliche Nähe durch Mutter und Vater
  • Bewegung (Begleitung beim Bewegen zur Unfallvermeidung)
    Dein Kind wird sich bewegen, wenn Du es läßt, denn es muss lernen, Bewegungsmuster ausprobieren und speichern.
  • Regelmäßige Ansprache mit Deinem normalen Wortschatz; ergänzend z.B. Vorlesen
  • Kontakt zu anderen Kindern
  • Zutrauen; altersgemäßes Vermitteln von Fertigkeiten; Schuhe binden, Messer und Gabel etc.
  • Erziehung (z.B. Sauberkeitserziehung, Verkehrserziehung)
  • Beziehung (Erfahrung mit Dir als Person, die Grenzen hat)

braucht nicht:

  • Behandlung wie Erwachsener
  • Partnerschaftliches, unterwürfiges oder symbiotisches Beziehungsverhalten
  • Abgelenkte Eltern
  • Zigarettenrauch
  • Alkoholisierte Eltern
  • Drogen konsumierende Eltern
  • Bildschirmmedien
  • Gewalt

Kinder 6 – 12 Jahre

Dein Kind braucht:

  • Ernährung
  • Körperliche Nähe durch Mutter und Vater
  • Fürsorge
  • Aufmerksamkeit
  • Bewegung (Begleitung beim Bewegen zur Unfallvermeidung)
  • Regelmäßige Ansprache mit Deinem normalen Wortschatz; ergänzend z.B. Vorlesen
  • Zutrauen
  • Erziehung (z.B. Sexualerziehung, Schwimmen, Fahrrad fahren)
  • Beziehung (Erfahrung mit Dir als Person, die Grenzen hat)
  • Kontakt zu anderen Kindern

Dein Kind braucht nicht:

  • Behandlung wie Erwachsener
  • Partnerschaftliches, unterwürfiges oder symbiotisches Beziehungsverhalten
  • Taschengeld
  • Abgelenkte Eltern
  • Elterntaxi
  • Zigarettenrauch
  • Alkoholisierte Eltern
  • Drogen konsumierende Eltern
  • Bildschirmmedien
  • Gewalt

Jugendliche 12 – 14 Jahre

Dein Sohn/Deine Tochter braucht:

  • Aufmerksamkeit
  • Zutrauen
  • Erziehung
  • Beziehung (Erfahrung mit Dir als Person, die Grenzen hat)
  • Bewegung
  • Kontakt zu anderen Kindern
  • Taschengeld
  • Ernährung
  • Körperliche Nähe durch Mutter und Vater
  • Fürsorge

braucht nicht:

  • Behandlung wie Erwachsener
  • Partnerschaftliches, unterwürfiges oder symbiotisches Beziehungsverhalten
  • Abgelenkte Eltern
  • Zigarettenrauch
  • Alkoholisierte Eltern
  • Drogen konsumierende Eltern
  • Bildschirmmedien
  • Gewalt

Jugendliche 14 – 18 Jahre

Dein Sohn/Deine Tochter braucht:

  • Erziehung
  • Beziehung (Erfahrung mit Dir als Person, die Grenzen hat)
  • Bewegung
  • Zutrauen
  • Kontakt zu anderen Jugendlichen
  • Taschengeld
  • Fürsorge
  • Aufmerksamkeit
  • Körperliche Nähe durch Mutter und Vater
  • Ernährung

braucht nicht:

  • Partnerschaftliches, unterwürfiges oder symbiotisches Beziehungsverhalten
  • Abgelenkte Eltern
  • Zigarettenrauch
  • Alkoholisierte Eltern
  • Drogen konsumierende Eltern
  • Gewalt

Fazit

Je älter Dein Sohn oder Deine Tochter wird desto mehr sollte Deine Erziehung und Beziehungsgestaltung im Vordergrund stehen. Eine 12-Jährige braucht nicht mehr so viel Fürsorge wie eine 3-Jährige.

Ungefähr ab dem 2. Lebensjahr starten Kinder ihre Autonomiebestrebungen und dabei solltest Du Dein Kind begleiten und Orientierung bieten, es nicht schieben, ziehen und vor allem nicht im Wege stehen.

Über Michael Ueberschaer

Ich bin Michael Ueberschaer. Ich blogge zu den Kernthemen Beziehung und Kommunikation sowie den Unterthemen Bildung, Erziehung, Gesundheit und Häusliche Gewalt. Bis jetzt habe ich 70 Artikel veröffentlicht. Bezüglich der Kernthemen und Unterthemen findest Du Links zu den Leitartikeln in den beiden oberen Memüs.  

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