Wie mit negativen Gefühlen umgehen

Wie Du mit negativen Gefühlen umgehen solltest, ist nicht nur bezüglich Deiner Gesundheit, sondern auch bezüglich Deiner Beziehungsgestaltung eine wichtige Frage.

Doch welche Gefühle sind aus Deiner Sicht negativ? Ist es negativ, also abzulehnen, traurig zu sein, überfordert, stolz, enttäuscht oder ohnmächtig zu sein?

In diesem Artikel bekommst Du Hinweise, wie Du mit Gefühlen insgesamt umgehen solltest.

Positive und Negative Gefühle sind out

Wir sind die einzigen Lebenwesen auf unserem Planeten, die Gefühle in ihrer Vielfältigkeit erleben (können). Dieser Unterschied zu Tieren macht uns zum Menschen und ermöglicht uns, einen besonderen Kontakt zu unseren Mitmenschen herzustellen. Kontakt erleben wir anhand unserer Gefühle, weil wir über unsere Gefühle zeigen und merken können wie es uns geht. Mit anderen Worten gesagt können wir erkennen und mitbekommen, was unsere Mitmenschen bewegt.

Und es geht uns nicht einfach nur ‚gut‘ oder ’schlecht‘. Wenn es uns ‚gut‘ geht, haben wir Gefühle, die wir gern erleben. Wenn es uns ’schlecht‘ geht, haben wir Gefühle, die wir nicht so gern erleben.

Die erste Antwort auf die Frage Wie mit negativen Gefühlen umgehen muss also für Dich lauten:

Bewerte Gefühle nicht!

Dann gibt es für Dich keine negativen und positiven Gefühle mehr. Wenn Du daran arbeitest, Gefühle nicht mehr zu bewerten, kannst Du damit beginnen, Gefühle als zu Dir gehörend anzuerkennen.

Mit angenehmen und unangenehmen Gefühlen umgehen

Es gibt dann für Dich angenehme Gefühle und unangenehme Gefühle. Das bedeutet, sämtliche Gefühle dürfen sich bei Dir einstellen. Obwohl es Dir kein Vergnügen bereitet, darfst Du auf einmal traurig, enttäuscht oder hilflos sein. Du darfst auch stolz sein, wenn Dir etwas gelungen ist.

Die Folge ist auch, dass Du dann für die von mir bereits besprochenen Techniken (offensichtliche und verborgene) keine Energie mehr aufwenden musst. Damit sparst Du nicht nur die jeweilige Energie, sondern wirst besser in der Lage sein, zu Dir selbst zu kommen, mit Dir in Beziehung* zu sein. Du brauchst Gefühle nicht mehr aktiv beseitigen. Es ist wesentlich leichter, mit Gefühlen umzugehen, die angenehm oder unangenehm sind. Denn Du mußt nicht mehr der Idee Nahrung geben, dass sie nicht zu Dir gehören (dürfen).

Vielmehr ist es für Dich erlaubt, sie als einen wesentlichen Teil Deiner Person zu begreifen.

Wegmachen führt nicht dazu, dass Gefühle weg gehen

Wie mit negativen Gefühlen umgehen? Gefühle wollen an die Oberfläche.

Es ist ein immer noch weit verbreiteter Irrglaube, dass Gefühle verschwinden, wenn wir unsere Techniken nutzen, um sie weg zu schieben. Doch mit Gefühlen gehen Energien einher, die ’sozusagen‘ an die Oberfläche gelangen wollen. Sie drängen wie ein Ball, der unter die Wasseroberfläche gedrückt wird, zurück an die Oberfläche.

Auch unangenehmen Gefühlen Raum geben

Möchtest Du, dass Deine Gefühle Dich nicht dauerhaft begleiten und beeinträchtigen, musst Du Deinen Gefühlen Raum geben. Denn wenn Du demgemäß auch Deine unangenehmen Gefühle merkst, zeigst und/oder über diese sprichst, können sie an der Überfläche bleiben und sich entfalten. Die Gefühle werden dann stärker bis zu einem Höhepunkt, nehmen dann ab und sind irgendwann weg.

Auf diese Weise stehen Dir Deine Gefühle auch als Entscheidungshilfe zur Verfügung. Bist Du zum Beispiel enttäuscht (Das ist nicht negativ, sondern unangenehm) und merkst dies, kannst Du zum Beispiel Deinem Partner sagen, was Du Dir wünscht oder Deine Grenze deutlich machen. Damit ist es Dir gleichzeitig möglich, ein Kontaktangebot zu machen.

Fazit Wie mit negativen Gefühlen umgehen

Gefühle solltest Du auf keinen Fall bewerten wie unangenehm oder schmerzhaft sie auch sein mögen. Das Erleben von Gefühlen ist einmal unangenehm und ein andernmal angenehm.

Gibst Du Deinen Gefühlen Raum, können sie sich ausbreiten und dann wieder gehen. So bist du stets in der Lage, Dein Leben und Deine Beziehungen aktiv auch anhand Deiner Gefühle zu gestalten.

Über Michael Ueberschaer

Ich bin Michael Ueberschaer. Ich bin Sozialpädagoge, Gewaltberater und Paarberater. Ich blogge zu den Kernthemen Beziehung und Kommunikation sowie den Unterthemen Bildung, Erziehung, Gesundheit und Häusliche Gewalt. Bis jetzt habe ich 78 Artikel veröffentlicht. Bezüglich der Kernthemen und Unterthemen findest Du Links zu den Leitartikeln in den beiden oberen Menüs.  

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