Tablets an Schulen in Bremen

Ich bin kein Freund von Tablets an Schulen, besonders an Grundschulen. Obwohl aufgrund der aktuellen Lage Homeschooling die Lösung sein soll, bleibt für mich die Frage, warum dazu Tablets eingesetzt werden müssen oder sollen.

61000000 Euro stellt Bremen für Tablets an Schulen zur Verfügung. Derzeit sind von 90000 Tablets 1800 Tablets ausgeliefert. Erwartungsgemäß ergeben sich allerdings andere Fragestellungen. Was nun im Weser Kurier zu lesen ist, zeigt einmal mehr, wie Schnellschüsse alle Beteiligten vor zusätzliche Probleme stellen.

Tablets als Leihgeräte und Haftung

Im Vorfeld wurde nicht darüber aufgeklärt, auf welche Art und Weise die Tablets zur Verfügung gestellt werden sollen. Nun ist die Katze also aus dem Sack. Die Geräte sind Leihgeräte für die Dauer eines Jahres, wie beim Weser Kurier zu lesen ist.

Damit ist auch eine Überlassungserklärung verbunden. Diese wollen viele Eltern aufgrund seiner Komplexität nicht unterschreiben. Die Behörde hat laut Elternsprecher keine Versicherung abgeschlossen. Deshalb sollen Eltern bei grober Fahrlässigkeit nicht für die Geräte haften?

Ist damit das ‚Projekt‘ Tablets an Bremer Schulen bereits jetzt gescheitert?

Außerdem stehe zu erwarten, dass das WLan bei vielen Schülern nicht ausreiche, da in Bremen im wesentlichen Kupferkabel die Daten transportieren.

Das sieht sehr danach aus, dass man da etwas mal wieder nicht zu Ende gedacht hat.

Kein Rahmen an Schulen zum Unterricht mit Tablets

Doch viel schwerwiegender, und leider erwartbar, gibt es von der Behörde keinen eindeutigen Rahmen für den Digitalunterricht. Es ist symptomatisch, dass sich die Behörde etwas einfallen läßt und sich dann alle auf die Schulter klopfen. Die Basis, hier Schüler, Eltern und Lehrer, läßt man mit dem Kram allein. Man könne, so richtiger Weise der Personalrat, den analogen Unterricht an Schulen nicht 1:1 auf das Tablet übertragen.

Ein wahres Trauerspiel, welches dazu führt, dass Lehrer immer und immer wieder mit zusätzlicher Arbeit konfrontiert werden.

Zur Gesundheit* hinsichtlich der Nutzung von Bildschirmmedien hat sich im übrigen auch Manfred Spitzer schlau gemacht.

Tablets an Schulen Eurer Kinder?

Die Bremer Bildungsbehörde bekleckert sich mal wieder eher nicht mit Ruhm. Ohne auch nur im Ansatz über pädagogische Konzepte, wenn es sie überhaupt gibt, zu verfügen, konfrontiert die Bremer Bildungsbehörde Kinder*, Eltern und Lehrer mit zusätzlichen Herausforderungen.

Wie ist der Umgang mit Tablets an der Schule eurer Kinder geregelt? Gibt es bereits Tablets, und das vielleicht bereits in der Grundschule?

Erlebt ihr den Einsatz von Tablets als hilfreich?

Über Michael Ueberschaer

Ich bin Michael Ueberschaer. Ich bin Sozialpädagoge, Gewaltberater und Paarberater. Ich blogge zu den Kernthemen Beziehung und Kommunikation sowie den Unterthemen Bildung, Erziehung, Gesundheit und Häusliche Gewalt. Bis jetzt habe ich 78 Artikel veröffentlicht. Bezüglich der Kernthemen und Unterthemen findest Du Links zu den Leitartikeln in den beiden oberen Menüs.  

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