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Femizide in Österreich – Häusliche Gewalt nimmt zu

Femizide in Österreich

Aktuell sorgen offensichtlich Femizide in Österreich für große Aufregung in unserem Nachbarland. Dies geht aus einem Artikel bei der Tagesschau hervor. Femizide sind Morde, die Täter verüben, weil die Opfer Frauen sind. Da bei den meisten Taten der Partner oder Expartner verdächtig ist, handelt es sich gleichzeitig um häusliche Gewalt.

Im folgenden beschäftige ich mich mit den nun wieder lauter werdenden Forderungen, die unterschiedliche Stellen zum Schutz vor Gewalt in Österreich stellen.

Schutz vor Gewalt durch Zufluchtsorte

Ein wesentlicher Aspekt bei der Gewährung von Schutz für gefährdete Frauen ist die Existenz von Frauenhäusern. Der Umgang der Politik mit dieser Bedrohung scheint mir auch in Österrreich recht fragwürdig.

Die Gleichstellungsbeauftragte in Österreich wird mit den Worten zitiert:

Ich will, dass jede Frau weiß, dass sie einen Zufluchtsort hat und dass sie Angst nicht erdulden muss.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/oesterreich-morde-101.html

Man muss es schon als zynisch bezeichnen, zu behaupten, jede Frau habe einen Zufluchtsort, wenn es an Frauenhäusern mangelt. Um den Bedarf in Österreich zu decken, seien 3000 zusätzliche Stellen und ein deutlich höhers Budjet von 230 Millionen Euro pro Jahr nötig.

Femizide in Österreich durch die Justiz verhindern

Überrascht hat mich, dass Österreich theoretisch bereits einen Schritt weiter ist als Deutschland.

Im Artikel heißt es, dass die Justiz gewalttätige Männer in Untersuchungshaft nehmen kann. Die Justiz verfügt also scheinabr über ein Instrument, um die Gefahrenlage für betroffende Frauen einzuschätzen. Sie kann dann entsprechend aktiv werden. Doch scheinbar nutzt die Justiz dieses Instrument in Österreich nicht.

Täterarbeit gegen Femizide in Österreich

Ich habe es bereits mehrmals gesagt. Nur Täter können ihr Gewaltverhalten beenden. Deshalb ist Täterarbeit, insbesondere freiwillige Täterarbeit, das wichtigste Instrument zur Beendigung häuslicher Gewalt. Darauf weist laut Artikel auch der Gesundheits- und Sozialminister Österreichs hin, indem er die Täter in den Blick nehmen möchte.

Natürlich setzt auch der Dachverband Männerberatung seinen Fokus auf die Beratung von gewalttätigen Männern. Er weist darauf hin, dass sich die Männerrolle in Österreich ändern müsse.

Mannsein als Gegenteil von Weiblichkeit

Das sind durchaus wichtige Aspekte, doch bleibt ein wichtiger Aspekt grundsätzlich außer Acht. Viele Männer müssen sich ihr Bild vom eigenen Mannsein selbst zusammen basteln. Denn ihre Väter sind entweder physisch oder psychisch nicht anwesend. Männer müssen einen Mangel kompensieren. Dies gelingt ihnen, indem sie alles Weibliche als unmännlich ablehnen.

Da sie dies über Jahrzehnte perfektionieren, ist eine Veränderung eine sehr große Herausforderung. Und Täter haben keine Idee davon, dass sie diese Veränderung mit einer Beratung erreichen können. Täter haben keine verläßlichen Hinweise, dass eine Gewaltberatung, also das ‚einfache‘ Reden, ihnen die notwendige Unterstützung bietet.

Männer sind grundsätzlich zögerlich, eine Beratung aufzusuchen. Dies gilt insbesondere für Täter.

Femizide in Österreich verhindern

Der Schutz von Opfern ist auch in Österreich nicht ausreichend gegeben, da Frauenhäuser fehlen. Und die nachhaltige Aufklärung sowie der anhaltende Hinweis auf Beratungsangebote scheinen auch in Österreich zu fehlen.

Die Justiz ist genau wie in Deutschland offenbar zu wenig geschult, um die Grenzen der Opfer nachdrücklich zu wahren.

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