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Schule in Deutschland

Schule macht in Deutschland keinen Spass. Deshalb bin ich froh, dass ich nicht mehr zur Schule gehen muss.

Das größte Ärgernis wäre für mich als Schüler, müßte ich in die Schule gehen, die Ganztagsschule.

Ganztagsschule in Deutschland – Der große Wurf?

Als ich zur Schule ging, hatte ich um ca. 13 Uhr Schulschluss und konnte anschließend meine Kindheit* leben.

Dies bedeutete während der Grundschulzeit vor dem Haus mit Murmeln zu spielen, mit anderen Kindern Fußball zu spielen oder mit dem Fahrrad in der Nachbarschaft herum zu fahren.

Während der Mittelstufe und der Oberstufe konnte ich weiter im Verein Handball spielen, im Sommer ins Freibad gehen oder anderweitig mit Kumpels Zeit verbringen. Schule fand nur an den Vormittagen statt, allerdings später auch am Samstag.

Schule den ganzen Tag

Wenn ich versuche, mir vorzustellen, bis 15, 16 oder sogar 17 Uhr in der Schule sein zu müssen, wird mir schlecht. Und die Ganztagsschule wird als grandiose Idee für bessere Bildung proklamiert.

Schule nimmt in Deutschland für Kinder immer mehr Raum ein. Dafür ist zu einem Großteil auch die Ganztagsschule verantwortlich. Nun kann eine Institution nicht für irgendwas verantwortlich sein. Bildung in Deutschland wird von MInistern und der Kultusministerkonferenz in Konzepte gepresst.

Eines dieser Konzepte ist die Ganztagsschule. Ganztagsschule bedeutet mehr Quantität, denn Schüler werden länger am Tag mit Inhalten konfrontiert.

Recht auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen

Doch es geht letztendlich um etwas ganz anderes. Nämlich darum, Kinder* solange wie möglich unter Aufsicht zu stellen. Ab 2025 soll es ein Recht auf Ganztagsbetreuung geben.

Dies soll Eltern helfen, Familie und Beruf* zu vereinbaren. Kinder werden nicht gefragt, plappern teilweise nach, was man ihnen bzgl. der Ganztagsschule nahelegt.

In Deutschland – Ab 6 Jahren im Berufsleben

Es ist für mich nicht zu fassen, wie sich eine Gesellschaft innerhalb von 2 – 3 Jahrzehnten derart verändern kann.

Und zwar ausschließlich zum Nachteil von Kindern bzw. SchülerInnen. Schule in Deutschland ist verkommen zu einer Fabrik für das Material Mensch.

Kinder treten mit der Einführung der Ganztagsschule zunehmend ab dem 6. Lebensjahr in ihr Berufsleben* ein.

Sie lernen den Tag als fremdbestimmt kennen und gewöhnen sich damit immer früher an das, was einmal kommt. Der Job von morgens 8 bis abends um 17 Uhr.

Ich könnte schreien und ich würde das auch machen, wenn es etwas ändern würde.

Eltern und Lehrer

Doch diejenigen, die das ändern könnten, nämlich die Eltern, profitieren in Teilen selbst von der Ganztagsschule. Denn sie müssen sich weniger um ihre Kinder kümmern, können ihre Karrieren verfolgen oder ihren Tag anderweitig gestalten.

Und die Lehrerschaft ist meistens gespalten. Die Lehrer, die vor der Rente oder Pension stehen, hängen sich in solche Fragestellungen kaum rein.
Und die neue Generation Lehrer hat vielleicht selbst Ganztagsschule* erfahren ‚dürfen‘, sieht diese nicht kritisch.

Fazit

Wer glaubt, dass es in den Schulen in Deutschland um die Kinder geht, dem ist nicht zu helfen. Wer glaubt, dass es in deutschen Schulen um Bildung* geht, der glaubt wohl auch noch an den Weihnachtsmann.

Es kann wohl kaum im Interesse von Kindern sein, den ganzen Tag in der Schule rum zu hängen.

Post Author: Michael Ueberschaer

Diplom Sozialpädagoge (Uni)
Gewaltberater (GHM)
Gewaltpädagoge (GHM)

Erfahrungen in der Begleitung von Jugendlichen, psychisch erkrankten Menschen, der Beratung von Tätern und Täterinnen, der Einzelberatung und in der Paarberatung.
Unsere Beziehungsgestaltung zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen beeinflußt unsere Lebensqualität.

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