Smart TV (Fernseher)

Der Smart TV* ist der Fernseher von heute. Nachdem ich mich im ersten Teil meiner Artikelserie mit Spielkonsolen beschäftigt habe, befasse ich mich im 2. Teil mit dem modernen Fernseher.

Dabei geht es um die Frage, inwieweit und ab wann für Kinder eine Nutzung sinnvoll ist.

Ich selbst stand vor einiger Zeit vor der Entscheidung wie ich mit dem Ende von DVBT 1 umgehen soll. Dabei war eine Option, einen SMART TV zu kaufen, die ich allerdings verworfen habe.

Smart TV kein einfacher Fernseher

Der vorgänger vom SMART TV

Dein Wohnzimmer – Zugang zum Fernseher

Ich habe es während meiner Tätigkeit in der sozialpädagogischen Familienhilfe oft gesehen. Der Fernseher läuft bereits am morgen, auch mittags und abends. Das bedeutet, dass der Fernsehr in bestimmten Familien den ganzen Tag läuft.

Wenn sich Erwachsene das antun, ist das verwunderlich, und letztendlich ihre Entscheidung. Wenn allerdings Kinder unter 12 Jahren anwesend sind, dann ist das aus mehreren Gründen bedenklich, fahrlässig oder sogar grob fahrlässig.

Einfaches Fernsehen veraltet

Du wirst vielleicht einwenden, dass das Fernsehen an sich doch gar nicht das Problem ist, weil es die neuen Medien gibt.

Passives Medium

Dazu ist folgendes zu sagen. Der herkömmliche Fernseher ist mit das passivste Medium, das es derzeit gibt. Darüber hinaus ist auch der Fernseher ein rein 2-dimensionales Medium. Kinder brauchen in den ersten Jahren ihrer Entwicklung allerdings Erfahrungen im 3-dimensionalen Raum. Das bedeutet, dass Kinder bereits nach wenigen Monaten ihren eigenen Körper entdecken und ausprobieren. Läuft der Fernseher, werden sie von diesen so wichtigen Entwicklungsaufgaben abgehalten. Die Hinweise darauf, dass Kinder ihren Körper zunehmend nicht mehr beherrschen, sind ja da.

Darüber hinaus ist der 2-dimensionale Bildschirm auch eine ‚Verkürzung‘ für das Gehirn Deines Nachwuchses und verzögert bzw. beeinträchtigt die neurologische Entwicklung Deines Sohnes oder Deiner Tochter.

Je jünger Dein Kind ist desto mehr solttest Du darauf achten, dass es nicht vor dem Fernseher sitzt. Die Anziehungskraft bewegter Bilder auf Dein Kind ist groß, sodass für Dich die Versuchung, Dein Kind vor dem Fernseher zu ‚parken‘, sicherlich ebenfalss stark sein kann.

Eine schrittweise Heranführung an das Medium Fernseher, je später desto besser, ist dringend, damit Dein Sohn oder Deine Tochter mit 12 Jahren genügend auf den Input eines Fernsehers vorbereitet ist.

Kinderzimmer – Zugang zum Fernseher

Der Fernseher ist ein Konsumgegenstand. Das bedeutet, dass wir Fernsehen lediglich konsumieren können. Er läßt uns passiv sein und macht uns bequem. Kinder sollten diese Möglichkeit der Freizeitgestaltung in ihrem Zimmer so spät wie nur irgend möglich erhalten. Für die körperliche und geistige Entwicklung ist Bewegung ein Faktor. Außerdem sollten Kinder gefordert sein, ihre Freizeitgestaltung in die eigene Hand zu nehmen und nicht dem Fernseher überlassen. Es ist wichtig, dem Fernseher als Medium kritisch gegenüber treten zu können. Das gilt im übrigen auch für die Inhalte. Besonders Sendungen auf den privaten Sendern sind nach erzieherischen und bildungsrelevanten Gesichtspunkten mindestens problematisch.

Darüber hinaus findet auf allen Sendern Werbung statt, zu bestimmten Sendezeiten auch ausgerichtet auf ein junges Publikum. Kinder sollten allerdings nicht mit Werbung aus dem Fernseher konfrontiert werden, weil diese logischer Weise sehr manipulativ ist.

Also gehört ein Fernseher nicht vor dem 12. Lebensjahr in das Kinderzimmer Deiner Tochter oder Deines Sohnes.

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Dein Wohnzimmer – Zugang zum SMART TV

Der SMART TV mit Zugriff auf diverse dienst wie Netflix

Da ein SMART TV über ein Betriebssystem verfügt, kann man mit ihm nicht nur Fernsehen schauen. Diese Geräte verfügen über die Möglichkeit, App’s zu nutzen. Mit diesen App’s (ein anders Wort für Programm) können Inhalte von Netflix, Amazon oder auch Youtube gestreamt werden. Außerdem verfügen sie über einen Zugang zum Internet per Browser. Damit sind sie hinsichtlich der mit ihm zu erreichenden Inhalte nicht mehr mit einem herkömmlichen Fernseher zu vergleichen.

Nun ist nicht zu befürchten, dass Deine 2-jährige Tochter oder Dein 4-jähriger Sohn in der Lage sein werden, auf die neuen Inhalte per App oder über den Browser zuzugreifen. Doch was für den herkömmlichen Fernseher gilt, gilt umso mehr für den SMART TV.

Kinderzimmer – Zugang zum SMART TV

Es liegt somit auf der Hand, dass Kinder unter 12 Jahren insbesondere einen SMART TV nicht im eigenen Zimmer zur Verfügung haben sollten. Aufgrund der Existenz neuer Medien wie Tablet, Notebook und Smartphone, die heute wesentlichen jüngeren Kindern in die Hand gedrückt werden, wirst Du vielleicht Einwände gegen meine Empfehlung haben.

Diese Einwände sind Dir zugestanden. Nutze gerne die Kommentarfunktion.

Fazit

Der Fernseher ist ein vergleichsweise harmloses Medium? Weil heute ganz andere, neue Medien, für Kinder bereit stehen?

Digitale oder neue Medien stehen für Kinder* nur bereit, wenn sie von Eltern zugänglich gemacht werden. Die von der Mehrheit verfolgte Praxis deutet nicht automatisch darauf hin, dass sie gut ist.

Der Fernseher ist ein Medium, welches ausschließlich konsumiert wird. Während der körperlichen und geistigen (neurologischen) Entwicklung bremst körperliche und geistige Passivität die Entwicklung von Kindern aus. Also muss für Kinder unter 12 Jahren hinsichtlich Fernseher und SMART TV’s gelten:

Finger weg!

Über Michael Ueberschaer

Ich bin Michael Ueberschaer. Ich blogge zu den Themen Beziehung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Häusliche Gewalt und Kommunikation. Bis jetzt habe ich 55 Artikel veröffentlicht, wobei Häusliche Gewalt noch im Vordergrund steht. Zu den Themen Beziehung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Häusliche Gewalt und Kommunikation findest Du bereits Leitsartikel im oberen Menü.  

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